VAGUSBALANCE Long Covid

Anke Stadelbauer

36 - Augenübungen fürs Nervensystem – 3 sanfte Übungen zum Mitmachen

Wie du mit drei einfachen Übungen deine Augen entlasten und deinem Nervensystem Ruhe schenken kannst – bei Long Covid, ME/CFS und Post-Vac

19.09.2026 16 min

Zusammenfassung & Show Notes

Wusstest du, dass du mit ein paar einfachen Augenübungen Einfluss auf dein Nervensystem nehmen kannst? Keine Brille, kein Training, nur drei kleine Übungen. In der letzten Folge ging es darum, was die Augen bei Long Covid, ME/CFS und Post-Vac mit dem Nervensystem zu tun haben. Heute wird es praktisch: Wir kommen erst gemeinsam an, und dann machst du die Übungen direkt mit mir mit.

Wichtig: Beschwerden mit den Augen gehören immer ärztlich abgeklärt. Ich bin keine Medizinerin, sondern Traumatherapeutin und schaue aus der Nervensystem-Perspektive auf das Thema.

Wenn nicht nur deine Augen betroffen sind, sondern dein ganzes Nervensystem, schau dir gern meinen Kurs "Leben statt Überleben" an 🧘‍♂️. Dort findest du noch mehr Übungen, damit du dein Nervensystem im Griff hast und nicht umgekehrt.  

Kapitel:
00:00 Intro
00:40 Ankommen
02:12 Worum es heute geht
03:15 Übung 1: Die Augen wandern lassen
05:27 Palmieren
06:29 Übung 2: Die Augen ablegen
09:11 Übung 3: Weite und Fokus
10:58 Palmieren zum Abschluss
12:41 Nachspüren
14:14 Der ventrale Vagus – Ruhe und Verbundenheit
15:32 Abschluss



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Transkript

Wusstest du, dass du mit ein paar einfachen Augenübungen direkt Einfluss auf dein Nervensystem nehmen kannst? Keine Brille, kein Training, nur drei kleine Übungen. Und die zeige ich dir heute. Hallo und herzlich willkommen. Hier ist Anke Stadelbauer und der Podcast Vagusbalance Long Covid. Ich freue mich, dass du heute wieder dabei bist. In der letzten Folge habe ich dir bereits erklärt, wie das Nervensystem mit den Augen, insbesondere bei der Erkrankung Long Covid, ME/CFS und Post-Vac zu tun hat. Und heute möchte ich dir noch Übungen dazu mitgeben. Aber zuerst möchte ich mit dir ankommen. Mach es dir doch erstmal bequem, vorausgesetzt du fährst nicht gerade Auto. Mach die Übung gerne mit. Lass die Schultern sinken. Schließ mal deine Augen. Und du kannst deine Handflächen aneinander reiben, wenn du magst. Und auch auf die geschlossenen Augen legen. Und spür mal, wie das ist, deine Augen geschlossen zu haben. Stell dir vor, sie können sich ablegen. Und loslassen. Nimm mal deinen Atem wahr. Wie geht der gerade? Und lass das einfach alles so sein, wie es ist. Es ist alles völlig in Ordnung. Du musst nichts verändern. Einfach nur wahrnehmen. Bei mir kam gerade ein tiefer Atemzug. Vielleicht bei dir ja auch. Oder vielleicht musst du auch gähnen. Dann lass das gerne zu. Und dann zieh deine Mundwinkel ein bisschen nach oben, dass du lächelst. Und blinzel mal ein wenig und öffne dabei deine Augen. In der letzten Folge habe ich ja beschrieben, wie Long Covid sich auch auf die Augen auswirken kann. Und warum und wie das mit deinem Nervensystem zusammenhängen kann. Heute geht es um die Praxis. Ich gebe dir drei Übungen mit, die du gleich mit mir mitmachen kannst. Und zuallererst möchte ich auch in dieser Folge nochmal sagen, Schmerzen, Probleme mit den Augen müssen immer ärztlich auch abgeklärt werden. Das kann ich nicht ersetzen. Und diese Folge erst recht nicht. Ich bin auch keine Medizinerin. Ich bin Traumatherapeutin und Anwenderin für Somatic Experiencing. Ich schaue ausschließlich aus der Nervensystemperspektive auf dieses Thema. Und wenn du Probleme hast, solltest du auf jeden Fall erstmal zum Augenarzt oder zur Augenärztin gehen und es abklären lassen. Du kannst vielleicht ja auch Augentropfen bekommen oder ähnliches. Es gibt ja auch Therapien, die medizinisch einfach erforderlich sind. Und die solltest du natürlich wahrnehmen. Okay. Unsere erste Übung heute ist das Wandern lassen der Augen. Das ist gar nicht so einfach. Ich frage dann immer meine Klientinnen und Teilnehmerinnen, wenn deine Augen entscheiden könnten, wo sie jetzt hinwandern, wo würden sie gerne hingehen. Und viele fragen eigentlich ihren Kopf oder holen die Antwort aus ihrem Kopf und sagen, ja, ich glaube, meine Augen wollen jetzt gerne auf den Boden gucken oder so. Und dann weise ich auch hier gerne nochmal darauf hin. Frag mal deine Augen. Du kannst sie vielleicht erstmal schließen. Und jetzt frag mal, liebe Augen, wenn ihr entscheiden dürftet, wo ihr jetzt hinschaut oder ob ihr überhaupt schaut, was würdet ihr tun wollen? Es gibt Augen, die mögen gern geschlossen bleiben. Andere mögen sich vielleicht nur zur Hälfte öffnen wollen. Wieder andere wollen wandern. Frag das deine Augen. Ich merke, meine wollen nur zur Hälfte geöffnet werden. Also schaue ich einfach, öffne ich sie ein wenig und schaue weiter auf den Boden beziehungsweise auf den Tisch hier vor mir. Und wenn du das Gefühl hast, oh, meine Augen wollen sich jetzt bewegen, dann tu das. Okay, ganz langsam und frag immer wieder, ist das so richtig, Augen? Bewege deine Augen sehr langsam. Gib ihnen Zeit. Gib dir Zeit, nachzuspüren. Was wollen sie eigentlich? Es gibt kein Ziel. Einfach nur wandern lassen. Die Augen entscheiden lassen. Ich weiß, das ist gar nicht so einfach. Und wenn du das Gefühl hast, es reicht, dann schließe deine Augen wieder. Treibe deine Handflächen aneinander und diese Übung nennt sich Palmieren und ich empfehle sie nach jeder Augenübung und auch so immer wieder zwischendurch. Wenn du nicht die Kraft hast, die Hände aneinander zu reiben, dann macht das nichts, dann lass es einfach. Lege die Hände auf deine Augen und spüre nach. Schau, wie die Wärme deiner Hände in die Augen übergeht. Schau, wie die Hände in die Augen und schau das Schwarz an. Lass deine Augen los. Ich komme gleich zur zweiten Übung. Lass deine Hände ruhig auf den Augen. Wenn sie dir schwer werden, dann stütze deine Arme auf den Tisch ab vor dir oder wenn du liegst, leg dir Kissen unter die Ellenbogen. Halte gerne diese Folge an. Mach es dir bequem. Und wenn du die Hände nicht auf den Augen haben möchtest, ist das auch in Ordnung. Ich nehme es jetzt ab, weil es mir dann auch zu schwer wird. Aber lass mal die Augen geschlossen und leg den Kopf ein bisschen in den Nacken oder wenn du liegst, dann bleib einfach liegen und stell dir jetzt vor, wie deine Augäpfel sich ablegen könnten. Also zum Beispiel in eine kleine Hängematte oder auf ein Kissen legen oder vielleicht möchten sich deine Augen gerne in Wasser legen. Und schau doch mal, wo liegen deine Augen jetzt? Welches Bild taucht bei dir auf? Und dieses Bild ist richtig. Es ist immer richtig, was in deiner Vorstellung auftaucht. Und versuch mal zu beschreiben, welchen Stoff hat das Kissen? Welche Farbe? Die Hängematte? Bewegt die Hängematte sich oder hängt sie einfach? Oder das Wasser? Ist es das glitzernde Wasser des Meeres? Oder vielleicht ein dunkles Gewässer wie ein See? Und schau, wie die Augen sich dort ablegen können. Nimm mal deinen Körper wahr und nimm mal den anderen Teil oder andere Teile deines Körpers wahr. Vielleicht merkst du, dass ein Seufzer kommt, so wie bei mir. Vielleicht lässt die Muskulatur irgendwo los. Und dann blinzel ganz sanft, wenn du soweit bist, die Augen zu öffnen. Wenn nicht, lass sie gerne geschlossen. Aber bevor du sie öffnest, blinzel und öffne sie ganz sanft und komm wieder hier an mit mir. Und das war die zweite Übung, die Augen in Hängematten zu legen. Die dritte Übung ist für die Weite und um das periphere Sehen zu fördern. Und zwar schaust du jetzt einmal in die Weite, stell dir vor, da ist ein Meer oder die Berge, was auch immer du gerne hast. Und komm wieder zurück. Du kannst deine Finger vor dich nehmen und schau mal über den Finger hinüber. In die Weite spür, wie deine Augen sich öffnen. Und komm wieder zum Fokus auf deinen Finger zurück. Mach das Ganze nochmal. Weite und wieder Fokus. Und jetzt geh wieder in die Weite, nimm deinen Zeigefinger nach unten und versuch mal wahrzunehmen, was du im Raum alles sehen kannst. Also was befindet sich alles innerhalb deines Sichtfeldes von der Weite über den Raum seitlich, rechts und links. Versuch mal in die Weite zu gehen, ohne zu fokussieren. Dein Blick, deine Augen sind sehr, sehr entspannt, richten sich irgendwo hin nach vorne. Aber du nimmst dein gesamtes Umfeld wahr. und dann machen wir wieder die Palmierübung, das Palmieren. Diese Übung solltest du wirklich immer machen, sobald du eine Augenübung gemacht hast, weil sie die Augen einfach sehr, sehr entspannt sind. Augenübungen können auch anstrengend sein. Also reibe gern die Hände aneinander, wenn du die Kraft dazu hast und leg sie auf deine Augen. Lass deine Augenäpfel wieder los. Du kannst dir gerne das Bild von vorhin wieder heraufholen und sie ablegen. Versuch das noch mal so genau wahrzunehmen, wo deine Augenäpfel jetzt liegen, wie es ihnen geht dabei. Versuch langsam zu atmen, langsamer auszuatmen als einzuatmen. Nimm langsam die Hände von den Augen, lass sie noch ein wenig geschlossen. Du kannst sie auch länger geschlossen lassen. Dann blinzel wieder, bevor du sie öffnest. Und bevor du mich jetzt, falls du das als Video siehst bei YouTube, bevor du mich jetzt wieder anschaust, bleib noch mal ein wenig in der Weite mit deinem Blick und spür mal nach, wie sich der Bereich rund um deine Augen anfühlt. Also ich habe zum Beispiel das Gefühl, dass es hier ein bisschen weiter wird, so rund um meine Augen und dass die Augenmuskulatur sich entspannt hat. Wie ist es bei dir? Ich freue mich sehr über Kommentare, sowohl bei YouTube als auch beim Podcast. Das interessiert mich wirklich. Wie fühlen sich jetzt deine Augen an? Hast du auch das Gefühl von Weite oder ist es vielleicht zu anstrengend gewesen? Wenn das der Fall sein sollte, dann mach nur eine Übung oder mach anfangs nur das Palmieren und in die Weite schauen, vielleicht am Fenster oder wenn du mal draußen bist, in der Natur, dann ist es auch weniger anstrengend. Aber nimm dir dann auch die Zeit, es bewusst wahrzunehmen. Jetzt schaue ich in die Weite und was macht das mit meinen Augen, wenn ich jetzt in die Weite schaue? Denn mit dem Nachspüren und mit der Langsamkeit gibst du deinem Nervensystem die Möglichkeit, auch aus dem Kampf- und Fluchtmodus wieder herauszukommen und zwar in den ventralvagalen Bereich, also den Bereich des ventralen Vagus, des Vagusnervs. Wir sagen immer allgemein Vagusübungen und mein Podcast heißt ja auch Vagusbalance, aber der Vagusnerv hat zwei Stränge und der eine ist der dorsale Vagus, das ist der, von dem ich in der letzten Folge erzählt habe, der diesen Shutdown ausführt, wenn der Sympathikus zu lange aktiv ist und der zweite Strang des Vagusnervs ist der ventrale Vagus und dieser Teil des Vagusnervs, der hilft uns in Verbundenheit mit uns selber zu sein, mit anderen Menschen in Kontakt zu sein, man nennt ihn auch Rest and Digest, das habe ich kurz überlegen müssen, also Entspannung und Verdauungsnerv. Das ist der Moment, wo wir quasi von der Jagd gekommen sind, in der Höhle sind, in Sicherheit, in unserer Gruppe, Familie sitzen, in unserer Herde und uns entspannen. Jetzt wünsche ich dir auch noch einen schönen Tag, auch mit deiner Familie oder mit dir alleine, aber auf jeden Fall in Verbundenheit. vor allem in Verbundenheit mit dir selber. Ich verabschiede mich für heute, ich freue mich auf die nächste Folge, das nächste Thema steht noch nicht fest und ich freue mich, wenn du diesen Podcast bewertest bei Spotify oder bei Apple, folge mir gerne und wenn du mehr Tipps haben möchtest, auch für dein Nervensystem, dann trag dich gerne in meinen Newsletter ein, du findest alle Links natürlich in den Shownotes und vielleicht ist ja auch mein Kurs Leben statt Überleben genau richtig für dich, wenn du merkst, es sind nicht nur meine Augen betroffen, sondern wirklich mein gesamtes Nervensystem, dann schau dir den Kurs gerne an, der Link ist in der Beschreibung. Denk dran, du bist nicht allein. Bis bald, deine Anke.

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